BESTANDSAUFNAHME GURLITT

Ausstellungsführung in der Bundeskunsthalle Bonn

10. Dezember 2017

 

Seit Anfang November zeigt die Bundeskunsthalle in Bonn eine Ausstellung, die in den Medien mit großer Aufmerksamkeit bedacht und viel besprochen wurde:

BESTANDSAUFNAHME GURLITT - Der NS-Kunstraub und die Folgen

Als im November 2013 bekannt wird, dass die bayrische Staatsanwaltschaft die Kunstbestände von Cornelius Gurlitt (1932–2014) beschlagnahmt hat, ist das öffentliche Aufsehen groß. Denn die 1500 Kunstwerke, die der zurückgezogen lebende Sohn des Kunsthändlers Hildebrand Gurlitt (1895–1956) von seinem Vater geerbt hatte, sind verdächtig: Handelt es sich um Raubkunst aus der Zeit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft?

Um diesem Verdacht nachzugehen, stellte der deutsche Staat die für die Forschung nötigen Mittel zur Verfügung, während sich Cornelius Gurlitt verpflichtete, als Raubkunst identifizierte Werke zu restituieren. So konnten bislang vier Werke an die Nachfahren der rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Als seinen Erben hatte Gurlitt, der im Mai 2014 verstarb, das Kunstmuseum Bern bestimmt

(Ankündigung Bundeskunsthalle)

Ohne Frage spielt die Brisanz der Frage, wie mit dem Erbe eines Profiteurs der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft umgegangen werden soll, eine ganz entscheidende Rolle beim regen Medienecho an der Ausstellung. Darüber sollte aber nicht übersehen werden, dass in Bonn eine Ausstellung gezeigt wird, in der eine ganze Reihe hervorragender Meisterwerke unterschiedlichster Epochen, vor allem aber aus der Zeit des Impressionismus und der klassischen Moderne zu sehen ist.

Am Sonntag, 10. Dezember um 14:30 Uhr wird Lena Selge, die auch als freie Mitarbeiterin in der Bundeskunsthalle tätig ist und sich intensiv mit dem Thema beschäftigt hat, durch die Ausstellung führen. Sie wird natürlich über den brisanten Kontext dieser besonderen Sammlung reden. Darüber hinaus aber auch einzelne Werke herausgreifen und als zeitlose Meisterwerke besprechen.

(Dauer: 90 Minuten)

 

Melden Sie sich bei Interesse wie gewohnt an mit einer E-Mail an: info@ulrich-forster.de

Fernsehbericht zur Ausstellung (ARD)

 

Preis

25,- €

Leistungen

Eintritt und Führung (Dauerkartenbesitzer: 20,00 €)

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