OSLO

13. bis 18. Juni 2023

Das neue Munch-Museum

in der Stadt am Fjord, die sich mit kühner Architektur und sehr viel Kunst ganz neu erfunden hat

Oslos glänzende neue Schauseite am Wasser mit Staatsbibliothek, Opernhaus und Munch-Museum

 

Noch bis vor zwei Jahrzehnten hatte Oslo ein etwas biederes Image – böse Zungen sprachen von der "langweiligen kleinen Schwester Stockholms". Wer heute nach Oslo reist, kann solche Einschätzungen absolut nicht mehr nachvollziehen. Er lernt vielmehr eine höchst vitale, aufregend moderne und kulturell äußerst vielfältige Metropole kennen, deren wunderschöne Lage am Fjord von bestechender Schönheit ist.
Oslo gehört zu jenen erstaunlichen Städten, denen es durch kluge und weitsichtige stadtplanerische Entscheidungen und im Zusammenwirken herausragender Architekten und anderer Kreativschaffender gelungen ist, sich innerhalb von kurzer Zeit völlig neu zu erfinden.

2008 hat der Transformationsprozess mit einem Paukenschlag begonnen, als das großartige neue Opernhaus eröffnet wurde. Völlig zu Recht hat das norwegischen Architekturbüro Snøhetta dafür mit dem Mies van der Rohe Award einen der renommiertesten Architekturpreise erhalten. Die begehbare "Bauskulptur", die wie ein glänzender Eisberg aus dem Wasser aufzutauchen scheint, ist oft mit dem ikonischen Bau des Opernhaus in Sidney verglichen worden.

 

Munchs "Schrei" in der Adaption von Andy Wahrhol im neuen Munch-Museum

 

In den folgenden 15 Jahren ging es dann Schlag auf Schlag. Zwischen 2020 und 2022 zogen mit der Nationalbibliothek, dem Nationalmuseum und dem Munch-Museum gleich drei bedeutende Kultureinrichtungen in aufregende Neubauten um. Zusammen mit dem Astrup-Fearnly-Museum für moderne Kunst des italienischen Altmeisters Renzo Piano aus dem Jahr 2012 sind diese Gebäude die Flaggschiffe innerhalb einer nahezu einzigartigen Fülle neuster Architektur: Nahezu die komplette Front am Oslofjord wurde umgestaltet, Industrie- und Hafenareale an andere Standorte verlegt und Platz geschaffen für eine höchst lebendige und lebenswerte Stadt am Wasser.

Edward Munchs Kunst bildet (natürlich!) einen weiteren bedeutenden Schwerpunkt dieser Reise. In einzigartiger Fülle kann man im Nationalmuseum und im neuen Munch-Museum alle Facetten des äußerst vielschichtigen Werks dieses bedeutenden Vertreters der frühen Moderne kennenlernen.

 

Ton Craggs Skulptur "I'am alive" im wundervollen Kistefos-Museum


Einen weiteren Höhepunkt stellt der Ausflug zum Kistefos-Museum – dieser besondere Kunstort ist Industriemuseum, Kunstgalerie und Skulpturenpark zugleich. Spektakulär überbrückt das Ausstellungsgebäude "The Twist" das malerische Tal des Flüsschens Randselva auf dem Gelände einer ehemaligen Holzmühle.  Die Fahrt dorthin ermöglicht einen schönen Eindruck der wasser- und waldreichen Landschaft Norwegens.

 



Informationen zum Reisepreis und den inkludierten Leistungen folgen in Kürze


Ablauf

 

1. Tag      Anreise / erste Eindrücke

Nach unserer Ankunft am Flughafen Oslo bringt uns ein Bus zum äußerst zentral gelegenen ****Hotel First Millenium, von dem aus wir die norwegische Hauptstadt erkunden werden.

Am Nachmittag gewinnen wir auf einem ersten Rundgang einen Eindruck von der erstaunlichen Wandlung, die Oslo in den vergangenen zwei Jahrzehnten durchlebt hat.
Aker Brygge und Tjuvholmen sind zwei jener ehemaligen Industrie- und Hafenviertel, die im Rahmen des ehrgeizigen Stadtentwicklungsprogramms „Fjord City“ zu lebendigen Einkaufs-, Wohn- und Arbeitsquartieren umgestaltet wurden. An der Spitze liegt das „Astrup-Fearnley-Museum“ von Renzo Piano und direkt daneben finden Oslos Bürger und seine Besucher (wie an zahlreichen anderen Plätzen am Ufer) jederzeit frei zugängliche Badeplätze.

Den Anreisetag lassen wir (wie gewohnt) bei einem gemeinsamen Abendessen in einem Restaurant nahe des Hotels ausklingen.

2. Tag     Rathaus / Opernhaus / Barcode

Bevor wir uns weiter mit der aktuellen Architektur beschäftigen, besuchen wir Oslos monumentales Rathaus – ein pathetisches Bauwerk, das in den 1930er Jahren entworfen wurde und in dessen, mit riesigen Wandgemälden geschmückten Hauptsaal, alljährlich am 10. Dezember der Friedensnobelpreis verliehen wird.
Anschließend geht es weiter zum Opernhaus. Dort erleben wir eine einstündige Führung, die uns ins lichtdurchflutete Foyer, in den prachtvolle Zuschauerraum aber auch zu spannenden Orten hinter den Kulissen führt.

Nach einer Mittagspause zeige ich Ihnen mit dem „Barcode-Projekt“ und der „Deichmanschen Bibliothek“ weitere herausragende Architekturprojekte der jüngsten Epoche.

Am späten Nachmittag bereite ich schließlich mit der Lesung und dem Bildervortrag „Ibsen, Munch und die Kristiania-Bohème“ auf den Themenschwerpunkt des nächsten Tages vor.

 

3. Tag    Edward Munch

Heute gehen wir zunächst zur Universität in der Nähe des klassizistischen Königspalastes. In der Aula hat Edward Munch zwischen 1914 und 1916 monumentale Wandgemälde geschaffen, die seine größten repräsentativen Auftragswerke sind.

Norwegens großes künstlerisches Genie, sein aufwühlendes Werk und sein immer wieder tragisches Leben stehen ganz im Mittelpunkt dieses Reisetages.
Im neuen Munch-Museum teilt sich die Gruppe. Während ich selbst durch die wichtigsten Räume der ständigen Sammlung führe, zeigt ein Führer des Museums die aktuelle Präsentation der Wechselausstellung. Nach einer Mittagspause im Museumscafé wechseln wir durch und Sie erleben dann den jeweils anderen Teil.

Alle die möchten können am späteren Nachmittag noch an einer zweistündigen Bootsfahrt hinaus auf den Oslofjord teilnehmen (optional und nicht im Reisepreis inkludiert)

 

4. Tag     Kistefos Museum

Ein Tagesausflug führt uns an diesem Tag ins norwegische Hinterland. Das Kistefos-Museum bietet eine einzigartige Kombination aus Natur, Industriedenkmal, avantgardistischer Architektur und Skulptur.
„The Twist“ heißt der aufregende Ausstellungsbau des dänischen Star-Architekten Bjarke Ingels – der längliche Raum, der einmal in einer 90-Grad-Wendung torsiert ist, dient als Galerie für Wechselausstellungen und gleichzeitig als Brücke über die durch ein wild-romantisches Tal fließende Randselva. Mit der Wasserkraft dieses Flüsschens wurde einst eine Holzmühle betrieben, die heute als Denkmal zu besichtigen ist.
Ich freue mich darauf, Sie ausgiebig durch den Skulpturenpark zu führen. Neben einigen norwegischen Künstler*innen findet man Werke internationaler Stars wie Anish Kapoor, Tony Cragg, Yayoi Kusama, Claes Oldenburg und vieler anderer mehr.

Am frühen Nachmittag sind wir zurück in Oslo. Vor einem weiteren gemeinsamen Abendessen (optional) bereite ich mit einem Vortrag im Hotel noch auf den Besuch des Nationalmuseums vor.

4. Tag     Nationalmuseum / Zeit zur freien Verfügung

Im Nationalmuseum gibt es noch einmal wichtige Werke von Edward Munch. Viele seiner besten Bilder sind hier in einer auf zwei Räume konzentrierten Präsentation zu sehen.
Schon im 19. Jahrhundert hat es ein norwegischer Maler zu internationalem Ruhm gebracht: Der romantische Landschaftsmaler Johan Clausen Dahl, enger Freund und künstlerischer Weggefährte von Caspar David Friedrich. Das Museum in Oslo zeigt die weltweit größte Sammlung seiner Gemälde und darüber hinaus auch eine große Zahl interessanter Werke der klassischen und jüngeren Moderne sowie eine umfangreiche Präsentation von Kunsthandwerk und Design.

Der Nachmittag steht dann zur freien Verfügung. Sie können aus einer großen Zahl weiterer Sehenswürdigkeiten ganz nach eigenem Geschmack wählen. Empfehlenswert ist etwa ein Besuch des Freilichtmuseums auf der Halbinsel Bygdøy. Dort befindet sich auch ein weiteres Museum, in dem die „Fram“ zu besichtigen ist – jenes legendäre Schiff mit dem sich Fritjof Nansen im Packeis des Nordpolarmeers einfrieren lies und das Amundsen für seine Expedition zum Südpol nutzte. Auf Bygdøy kann man außerdem ganz herrlich zwischen Felsen und altem Baumbestand im glasklaren Wasser des Oslofjords baden…

 

6. Tag     Vigeland Park / Rückreise

Bevor wir am Nachmittag zurückfliegen, bleibt noch Zeit für den Besuch des berühmten Vigeland-Parks. 212 Stein- und Bronzeskulpturen hat Munchs Zeitgenosse Gustav Vigeland für diesen Ort geschaffen – ein gewaltiges, ebenso pathetisches wie skurriles Panoptikum, das in zahllosen Varianten den Kreislauf des menschlichen Lebens thematisiert.

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