SEVILLA&Cordoba

römische Wurzeln, maurischer Glanz und christliches Erbe

1. bis 6. März 2027

Flug-Pauschalreise

Sevillas Kathedrale mit dem Glockenturm "La Giralda" aus arabischer Zeit

Sevilla, einst ein führender Hafen des Welthandels, und dank des daraus resultierenden Reichtums auch Heimat zahlreicher bedeutender Künstler: Velázquez, Murillo, Zurbarán und viele andere Maler und Bildhauer haben hier gelebt.
Die quirlige Metropole Andalusiens, Hauptstadt des Flamencos, blickt auf eine reiche und spannende Geschichte zurück.
Eindrucksvoll sind die Ruinen von Italica vor den Toren der Stadt. In der einst bedeutenden römischen Stadt auf spanischem Boden waren die Familien der römischen Kaiser Trajan und Hadrian beheimatet. Auch die Westgoten nutzten die Stadt noch, nachdem sie die iberische Halbinsel erobert hatten.

römische Brücke in Cordoba *Bildnachweis 1

Auf die Goten folgten die Araber. Sevilla wurde zu einer wichtigen Provinzhauptstadt des glanzvollen Kalifats von Córdoba. Aufregend ist jene einzigartige Durchmischung der Kulturen, die sich aus dem Neben-, Gegen- und Miteinander von Christentum, Islam und Judentum entwickelt hat. Mudéjar wird jener maurisch anmutende Stil genannt, bei dem Christen nach der Eroberung der islamischen Gebiete die hoch verfeinerte Handwerkskunst der Besiegten erkannten und für ihre eigenen Bauprojekte nutzbar machten – der Alcázar von Sevilla ist das herausragende Beispiel dafür.
In Córdoba, das wir von Sevilla aus in etwa 45 Minuten mit einem Schnellzug erreichen, sehen wir dann islamische Baukunst in Reinform: Überwältigend sind die Säulenreihen der ehemaligen Moschee in der einstigen Hauptstadt des Maurenreichs, die zu ihrer Blütezeit im späten 8. Jahrhundert alle anderen europäischen Städte wie armselige Dörfer aussehen ließ ...

feinste Ornamentik im Mudéjar-Stil im Alcázar von Sevilla

Ich will mit Ihnen außerdem auch das moderne Sevilla erkunden. Chillidas Skulptur „Monumento a la Tolerancia“, die fantastische Holzkonstruktion „Metropol Parasol“ (direkt vor unserem schönen Hotel abba Sevilla), Calatravas „Puente del Alamillo“ oder der atemberaubende Blick von der Aussichtsplattform des „Torre Sevilla“ zeigen, dass die Stadt weit mehr ist als ein Museum vergangener Größe.

 

Metropol Parasol *Bildnachweis 2

Bild 1: Römische Brücke mit Mezquita-Catedral und Torre de la Calahorra Foto: Daniel VILLAFRUELA  - CC BY-SA 4.0  (Via WikiCommons)

Bild 2: Blick auf den Metropol Parasol Foto: Rubendene CC BY-SA 3.0   (Via WikiCommons)


REISELEITUNG: Ulrich Forster



REISEPREIS

1.980 € (ggf. zzgl. 415 € Zuschlag für Doppelzimmer zur Einzelbelegung)

 

    • 5 Übernachtungen inkl. Frühstück im zentral in der Altstadt von Sevilla gelegenen ****Hotel abba Sevilla
    • Flüge ab Düsseldorf mit Swiss Air (Hinflug) und Eurowings (Rückflug)
    • Alle Eintritte und Führungen wie im Programm beschrieben
    • Zugfahrten mit Hochgeschwindigkeitszügen Sevilla-Cordoba-Sevilla am 3. Reisetag
    • Transfer im Reisebus nach Italica und zurück am 5. Reisetag
    • deutsche Führungen in Cordoba (Miguel Muñoz)
    • deutsche Führungen in Sevilla und Italica durch die deutsche Kunsthistorikerin Simone Heller
    • Vorbereitender Vortag (via Zoom, und als Aufzeichnung) zur Geschichte Sevillas und Andalusiens
    • VOX Tourguidesystem
    • Insolvenzsicherungsschein
    • Reiseleitung Ulrich Forster

    Mindestens 16, maximal 24 Teilnehmer*innen


    HOTEL
    ****abba Sevilla

    Pl. de la Encarnación,
    19, Casco Antiguo,
    41003 Sevilla, Spanien


    Website:
    https://www.abbahoteles.com/de/abba-sevilla-hotel/hotel

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Anmeldungen bitte schriftlich per E-Mail an info@ulrich-forster.de.
Bitte geben Sie Ihren Namen, Ihre Anschrift, Handynummer, E-Mail Adresse und Ihr Geburtsdatum an.

 

1. Reisetag
ANREISE:
Der Hinflug erfolgt mit SWISS Air ab Düsseldorf mit einem Zwischenstopp in Zürich. (Leider waren Direktflüge nur in den unzumutbar frühen Morgenstunden zu haben.)
14:45 – 16:00  Düsseldorf – Zürich
17:00 – 19:25  Zürich – Sevilla

Nach der Ankunft am Flughafen in Sevilla teilen wir uns Taxen für den kurzen Weg (9 km) zum schönen und äußerst zentral gelegenen ****Hotel Abba Sevilla, von dessen Dachterrasse man einen herrlichen Blick auf die Stadt genießen kann.

2. Reisetag
SEVILLA – Kathedrale, Alcázar und mehr
Am Vormittag treffen wir Simone Heller (https://www.simoneheller.com/ueber-mich). Die deutsche Kunsthistorikerin und Archäologin, die in Würzburg studiert hat, lebt seit vielen Jahren in Sevilla. Sie wird uns den ganzen Tag begleiten und zeigt uns die großartigen Kulturdenkmäler der Stadt.
Wir beginnen mit dem Alcázar, jenem überwältigenden Königspalast im Mudéjar-Stil, den christliche Könige nach der Eroberung der Stadt von arabischen Kunsthandwerkern errichten ließen und der neben seinem herrlichen Ornamentschmuck auch für die berühmte Gartenanlage berühmt ist.
Nach einer kurzen Pause folgt bereits der nächste große Höhepunkt: Sevillas Kathedrale ist ein Meisterwerk der Gotik, das auch das prachtvolle Grabmal des Christoph Kolumbus beherbergt. Sein Glockenturm La Giralda war einst das Minarett der Moschee an gleicher Stelle.
Nachdem Sie sich nach so viel Pracht bei einer Mittagspause erholen konnten, sehen wir noch die barocke Erlöserkirche und mit der „Casa de Pilatos“ ein weiteres bedeutendes Bauwerk im Mudéjar-Stil.

3. Reisetag: Córdoba
Nur etwa 45 Minuten dauert die Fahrt mit den Renfe-Hochgeschwindigkeitszügen von Sevilla ins 140 Kilometer entfernte Córdoba. So können wir heute in das frühere Herz des einst glanzvollen Kalifats eintauchen – in die Hauptstadt jenes Reiches, das unter arabischer Führung im 10. Jahrhundert auf der iberischen Halbinsel errichtet wurde und insbesondere den Süden des Landes in die reichste und kulturell wie geistig fortschrittlichste Region Europas verwandelte.
Staunend steht der Besucher noch heute in jenem Säulenwald der früheren Moschee. Glücklicherweise wurde sie nach der Eroberung der Stadt durch christliche Königreiche nicht abgerissen, sondern in eine Kathedrale umgewandelt. So stellt sie heute (neben der Alhambra in Granada) das eindrucksvollste Zeugnis jener Zeit der Herrschaft des Islams auf europäischem Boden dar.
Wie fruchtbar sich gleich drei Weltreligionen mischten und gegenseitig bereicherten, erlebt man beim Besuch der Synagoge im früheren jüdischen Viertel. Auch die schönen Gartenanlagen des dortigen Alcázar stehen auf unserem Programm.
Nach einer Mittagspause erwartet uns ein schönes Kontrastprogramm: Wir spazieren über die alte römische Brücke zum Centro de Creación Contemporánea de Arte, einem eleganten Museumsneubau des spanisch-deutschen Architekturbüros Nieto Sobejano.

4. Reisetag
Die Kunst des „Siglo de Oro“ und das Sevilla der Moderne

Im Museo de Bellas Artes darf ich erfreulicherweise selbst führen. Ich werde Ihnen dort einen Überblick über die wichtigsten Künstler des goldenen Zeitalters der spanischen Kultur geben. Der große Diego Velázquez ist in Sevilla geboren. Nur wenige Werke sind in seiner Geburtsstadt, aus der er früh an den Hof nach Madrid gezogen ist. Weit mehr Gemälde haben sich in Sevilla von Esteban Murillo erhalten, ein weiterer wichtiger Sohn der Stadt. Auch Zurbarán und andere Meister des „Siglo de Oro" waren hier tätig.
Nach der Mittagspause machen wir wieder einen Sprung in die Moderne: Wir sehen Chillidas Monumento a la Tolerancia, bewundern den kühnen Neubau des Caixa Forums und fahren mit dem Aufzug hoch hinauf zur Aussichtsplattform des „Torre Sevilla”. Von dort sieht man weit ins Land und unter anderem auch Santiago Calatravas elegante Brücke „Puente del Alamillo“.
Wer möchte, kann am Abend noch einen anderen wichtigen Aspekt andalusischer Kultur erleben: Sevilla ist die unbestrittene Hauptstadt des Flamencos.

5. Reisetag
Italica
Nach dem modernen Intermezzo begeben wir uns heute am weitesten zurück in die Vergangenheit. Italica liegt etwa zehn Kilometer nördlich von Sevilla. Wir erreichen den Ort mit einem gemieteten Kleinbus.
Als die Römer nach ihrem Sieg über Karthago die iberische Halbinsel beherrschten, entstand hier eine Stadt, die in der Kaiserzeit zu einer der bedeutendsten des Weltreichs aufstieg. Die großen römischen Kaiser Trajan und Hadrian wurden dort geboren. Die archäologischen Stätten sind berühmt für die gut erhaltenen Ruinen des antiken Theaters und anderer Bauten sowie besonders für die prächtigen Fußbodenmosaike.
Mosaike aus Italica finden sich auch in der prächtigen Villa der Casa de la Condesa de Lebrija, die wir zusammen mit Simone Heller besuchen. Sie begleitet uns auch am 5. Reisetag.
Ein Besuch der Klosteranlage San Isodoro del Campo rundet das schöne Tagesprogramm ab.

6. Reisetag
Ausstellungsbesuch und Rückreise
Bevor wir am Nachmittag zurückfliegen, bleibt noch Zeit für einen weiteren schönen Kunstort, an dem sich Alt und Neu auf besonders spannende Weise mischen.
In einem ehemaligen barocken Kloster ist das Centro Andaluz de Arte Contemporáneo untergebracht. Dort wird während unseres Aufenthalts eine Ausstellung des spanischen Malers Jerónimo Elsepe zu sehen sein.

Um 17:45 Uhr fliegen wir schließlich mit Eurowings von Sevilla aus direkt nach Düsseldorf, wo unsere Reise endet (Ankunft: 20:25 Uhr).

 

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